Hüftgelenksdysplasie beim Hund

 

Was ist die Hüftgelenksdysplasie?

Die Hüftgelenksdysplasie (HD) ist eine der häufigsten Erkrankungen des Hüftgelenks. Es betrifft vor allem mittelgroße und große Hunderassen, wie Golden- und Labrador Retriever, Berner Sennenhund, Boxer, Rottweiler, Deutschen Schäferhund und Bernhardiner. Aber auch kleine Rassen können betroffen sein, genauso wie einige Katzenrassen, z.B. Maine Coon.

Eine Hüftdysplasie ist eine nachgeburtliche Fehlentwicklung der Hüftpfanne. Dysplasie bedeutet Fehlbildung. Hüftgelenkkopf und/oder die Hüftgelenkspfanne werden nicht richtig ausgeformt und damit findet der Gelenkkopf keinen stabilen Halt in der Gelenkpfanne. Dies kann zu einer Hüftluxation führen. Weiterhin führt die permanente Fehlbelastung des Gelenks zu einem erhöhten Abrieb des Knorpels und somit häufig zu einer Arthrose. Da falsche Ernährung und Haltung die Ausprägung und das Fortschreiten der Krankheit begünstigen können, handelt es sich um ein multifaktorielles (von vielen Faktoren abhängiges) Geschehen.

Wie stellt man die Diagnose der Hüftgelenksdysplasie?

Die Diagnose erfolgt durch eine Röntgenuntersuchung unter Vollnarkose. Die Hüftgelenkpfanne oder der Oberschenkelkopf oder beides sind abgeflacht, so dass der passgenaue Sitz des Oberschenkelkopfs in der Hüftpfanne nicht gewährleistet ist. Außerdem sieht man häufig eine Fehlstellung des Oberschenkelhalses oder -kopfes. Oft sind bereits Anzeichen einer Arthrose wie Zubildungen an vorderem und hinteren Pfannenrand und am Übergang von Oberschenkelhals zu -kopf zu erkennen.
Die Einteilung für Zuchttiere erfolgt nach Vorgaben der F.C.I. (Fédération Cynologique Internationale) in fünf Kategorien, wobei A ohne Befund und E schwere Hüftsgelenksdysplasie bedeutet.

Röntgenbilder zeigen zwar die skelettalen Gegebenheiten des Hundes, aber sagen nicht unbedingt etwas über die Symptome aus. Mancher Hund mit einer D-Hüfte läuft völlig unauffällig. Wichtig ist, dass genügend Muskelmasse das Gelenk stabilisiert.

Je früher die Behandlung begonnen wird, desto besser lässt sich der Verlauf beeinflussen. Hinweise für eine beginnende Beeinträchtigung der Hüfte sind:

  • Stolpern oder auch“ Kaninchenhoppeln“, d.h. beide Hinterläufe stoßen gleichzeitig ab
  • einen ausgeprägten Hüftschwung oder wackeligen, schaukelnden Gang – der sogenannte „LSÜ-Twist“.
  • Berührungsempfindlichkeit am hinteren Rücken
  • Schmerzzeichen, wie z.B. Hecheln, Brummen oder Schmatzen, Quietschen, Seufzen, Knabbern an der Hüfte
  • Verschiedene Lahmheiten
  • Hunde kippen im Sitz auf die Seite
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Springen
  • Weigerung von alltäglichen Dingen, wie ins Auto springen oder Treppensteigen
  • Allgemeine Bewegungsunlust
  • Verhaltensänderung, z.B. Ängstlichkeit vor Berührungen bis hin zur Aggression
  • Nachlassende Muskulatur der Hinterläufe
  • Verbreiterung der Brustmuskulatur

 

Bei Auftreten einiger dieser Symptome sollte der Hund gründlich untersucht werden. Bei Schmerzen ist ein schnelles Gegensteuern notwendig.  

Während schwere Fälle operativ behandelt werden sollten bis hin zum neuen Hüftgelenk, sollten eine Therapie immer die Schmerzen behandeln um das Schmerzgedächtnis auszuschalten. Viel zu schnell wird ein akuter Schmerz zu einem chronischen!

Wie kann man Hüftgelenksdysplasie behandeln? Sarah Mergen empfiehlt!

Eine Behandlungsmöglichkeit ist das Setzen von Blutegeln. Je nach Größe des Tieres setzt man zwei bis acht Egel direkt um die Hüfte auf die Außenseite. Am besten kombiniert man hier Akupunktur mit der Heilwirkung der Egel. So setzt man die kleinen Helfer auf die Schmerzpunkte der Hüfte, den Gallenblasemeridianpunkt 30.

Gute Erfolge kann man auch mit der Mittelfrequenz-Elektrotherapie erzielen. Hier werden auf die schmerzhaften Areale Silikonelektroden gesetzt und anschließend wird mittelfrequenter Strom durchgeleitet. Keine Sorge, die Toleranz auf Strom ist bei Tieren sehr hoch. Das Gerät Amplimove animals inkludiert verschiedene Programme, welche sowohl schmerzlindernd, entzündungshemmend als auch muskelaufbauend wirken. Das Gerät ist sehr einfach, auch von Nicht-Therapeuten anzuwenden. Verschiedene Programme im Wechsel bringen den größten Erfolg. Je nach Ausprägung des Syndroms kommen Programme, wie z„B. Myogene Schmerzen“ zum Einsatz. Da die meisten Hunde durch peramenten Schonhaltung auch Verspannungen der Rückenmuskeln haben, sollten auch Massage-Programme eingesetzt werden um hier für Entspannung zu sorgen.

Wie gesagt: Entspannung der Muskeln ist ein wichtiger Teil der Behandlung. Hier kann der Einsatz von unserer Magnetfelddecke „Magischer Teppich“ hilfreich sein. Dieses handliche System ist auch unterwegs einsetzbar. Nutzen Sie z.B. die Autofahrt für die Behandlung Ihres Hundes! Selbst die Fahrt zum Tierarzt kann dann entspannt erfolgen. Magnetische Energie fließt schon natürlicherweise durch unseren Körper. Dieser Energiefluss spielt eine vitale Rolle für viele biologische Funktionen. Therapeutisch eignen sich daher Magnetfeldanwendungen um die natürlichen Körperfunktionen zu unterstützen und die Sauerstoffversorgung und die Durchblutung zu fördern.

Häufig wird auch Akupunktur zur Schmerzlinderung eingesetzt. Bewährt haben sich hier die Punkte BL54 und GB30 als Nahpunkte zu den Gelenken. 

Sollten Sie als Therapeut das Lasern dem Nadeln vorziehen – kein Problem. Das ist das auch eine sehr wirkungsvolle Stimulations-möglichkeit. Unsere handlichen und akkubetriebenen Laser A Tech 50 und La660 zweimal wöchentlich in den Akutphasen ersetzen hier die Nadeln. Das beschleunigt die Behandlung des häufig eh schon genervten Tieres. Selbst Katzen, die auf Nadeln oft nicht kooperativ reagieren, genießen diese Zeit der Behandlung! Der Laser kann auch zur Lösung von Triggerpunkten verwendet werden. Man nennt diese Methode Locus dolendi, also „Da, wo es weh tut!“. Durch Abtasten, entweder mit dem Finger oder einem Stäbchen, findet man die schmerzhaften Stellen. Halten Sie den Laser auf diesen Punkt und stimulieren auf diese Weise den Schmerzpunkt. Eine weitere Methode der Lasertherapie wäre das Lockern der Adduktoren, also der inneren Muskeln wie der Pectineusmuskel, die die Hüfte stabilisieren müssen. Hier fährt man mit dem Laserstrahl die Muskeln entlang.

Der Einsatz von Ultraschall bei der Behandlung von Arthrose ist hier auch zu nennen. Ultraschallwellen bringen Gewebe zum Vibrieren und dadurch wird Wärme erzeugt. Durch die dadurch erhöhte Durchblutung des umliegenden Gewebes werden Schmerzen gelindert und die Regeneration gefördert. Wir empfehlen hier unseren „ZAUBERWELLENMACHER“, das SONIC VITAL XTCOLOR ULTRASCHALL-THERAPIE-GERÄT. Dieses Gerät zeichnet sich durch seine Bedienerfreundlichkeit und umfangreichen Programmen aus.

In der Homöopathie haben sich allgemein bei Arthrose folgende Mittel bewährt: Calcium fluoraticumC30 und Silicea C30. Im speziellen Apis C30 (starke teigige Schwellung), Belladonna C30 (heiße Schwellung mit starker Berührungsempfindlichkeit), Bryonia C30 (der Patient möchte sich nicht bewegen) und Rhus toxikodendron C30 (eher im chronischen Verlauf, vor allem wenn sich der Schmerz in Bewegung bessert und das feuchte Wetter alles verschlechtert). Komplexmittel der Firma Heel können ebenfalls gut eingesetzt werden. Hierfür eignet sich das Präparat Zeel oder Traumeel.

Eine weitere Möglichkeit das Tier zu unterstützen, ist der Einsatz von Vitalpilzen. Gute Erfahrungen haben wir mit den Vitalpilzen von der Firma Hawlik www.pilzshop.de gemacht.

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